Ein Tag auf der Fair Friends 2019

An unserer Schule sind wir die Klasse des fairen Handel(n)s...

...und deshalb machen wir manchmal Ausflüge, die mit diesem Thema zu tun haben. Dieses Jahr waren wir am 6.9.2019 auf der Fair Friends. Auf dieser Messe dreht sich alles um den fairen Handel und Nachhaltigkeit wie z.B. handgemachte Badebomben, fair gehandeltes Essen oder recycelte Gegenstände.

In der Nähe vom Dortmunder U wurde ein neuer Laden eröffnet. Er heißt „Frau Lose“. Dort kann man komplett plastikfrei einkaufen, da man sich entweder ein Behältnis mitnimmt oder dort eins kostenfrei bekommt. Auf der Messe hatte dieser Laden einen Stand. Dort konnten wir selber Zahnpulver und Deo herstellen.

Dann gab es da auch noch einen anderen Stand, der mir sehr gefiel. An diesem Stand standen PC`s, die weggeworfen werden sollten. Diese PC`s galten als „Elektroschrott“ z.B. von Schulen. Der Mann an dem Stand erklärte, dass er ein neues Betriebssystem eingebaut hat und die Computer damit wieder einwandfrei funktionieren. Ich finde es gut, dass dieser „Elektroschrott“ nicht weggeworfen sondern recycelt wurde.

Wir waren auch noch an einem Stand der cbm (Christoffel-Blindenmission). Diese Organisation setzt sich dafür ein, dass erblindete Menschen wieder sehen können. Insbesondere befasst die Organisation sich mit der Krankheit „Grauer Star“. Auf der Messe hatten sie einen Stand, an dem man einen Blindenstock und eine Brille bekam, durch die man sah wie Menschen, die unter Grauem Star leiden. Mit den beiden Hilfsmitteln durfte man durch einen kleinen Erlebnisgang gehen. Zum Schluss konnte man einen Fragebogen ausfüllen, über das, was alles in dem Erlebnisgang war. Unserer Mitschülerin Amely hat gefallen, dass man als Sehende eine andere Perspektive eingenommen hat und so mehr Verständnis für blinde Menschen erreichen konnte.

Es gab sehr viele Stände, die Dinge angeboten haben, die aus recycelten Materialien handgemacht waren z.B. Anhänger, Armbänder, Ketten und Taschen. Romy, ebenfalls in unserer 7A, hat auf der Messe faires Eis gegessen. An dem Stand gab es immer eine lange Schlange. Sie hat sich mit vielen verschiedenen Menschen unterschiedlicher Herkunft unterhalten und fand die verschiedenen Stände und Kulturen sehr interessant. Der Tag hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Danke

Jana Morcinek & Yuna Henneberg 7A Fotos von Ronja Ludorf 7A

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Europaschüler auf den Spuren der Sklaverei

Mitten im deutschen Winter reisten 13 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 bis 12 der Europaschule Dortmund  nach La Guadeloupe, um in einem interkulturellen Austausch die besondere Geschichte und Kultur der französischen Karibikinseln zu erleben. Das zwölftägige Programm konzentrierte sich besonders auf die Geschichte der Sklaverei in der Karibik und das immaterielle UNESCO Weltkulturerbe der Guadelouper: den Gwo-Ka Tanz.

Das Austauschprogramm, das in Kombination mit dem Fach Französisch, der UNESCO Koordination der Europaschule Dortmund und den Lehrerinnen für Deutsch auf Guadeloupe entstanden war, führte die Schülerinnen und Schüler an verschiedene Orte der Geschichte der Sklaverei Guadeloupes. So besuchten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Austauschpartnern eine der traditionellen Zuckerrohrplantagen, auf denen früher die afrikanischen und indischen Sklaven arbeiten mussten. Dort erlebten sie die Enge der einfachen Hütten, in denen die Arbeiter und Sklaven wohnen mussten und die luxuriösen Herrenhäuser der Plantagenbesitzer. Auch der Besuch der sogenannten Les Marches des Esclaves, der Sklaventreppe, bedrückte die Jugendlichen teilweise sehr. Auf dieser langen Steintreppe wurden die Sklaven bei ihrer Ankunft auf Guadeloupe nach ihrer Herkunft geordnet, um dann noch einmal ihrer Heimat zum Abschied zuzuwinken, bevor sie sich auf den Plantagen oft zu Tode arbeiteten.

In einem extra für die Europaschule organisierten Projektkurs wurden die Schülerinnen und Schüler von professionellen Musikern und einem Tänzer im Gwo-Ka Tanzen unterrichtet. Dieser Tanz ist heute nicht nur die musikalische Basis des karibischen Karnevals, er wurde auch aufgrund seiner tänzerischen Besonderheiten und seinen Wurzeln in der Geschichte der Sklaverei zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. In einem fast zweistündigen Workshop schlugen die Jungs die verschiedenen Gwo-Ka Rhythmen auf den karibischen Trommeln, während die Mädchen in den traditionellen Röcken der Frauen die Grundschritte und Bewegungen des Gwo-Ka lernten. Den Schülern machte diese Musik so viel Spaß, dass einige von ihnen am Wochenende mit ihren Austauschpartnern noch einmal einen solchen Kurs besuchten.

Für die Europaschule Dortmund, die seit knapp einem dreiviertel Jahr der UNESCO als „UNESCO interessierte Schule“ verbunden ist, sind diese interkulturellen Austäusche ein wichtiger Teil ihres Schulprogramms. Neben den Menschen und der Kultur spielt aber auch das fremde Land eine wichtige Rolle. Darum war ein zweiter großer Programmpunkt die besondere Inselnatur Guadeloupes. Die Europaschüler wanderten nicht nur durch den karibischen Regenwald, sie fuhren auch mit einem Glasbodenboot durch die Korallenriffe der Insel, die nach dem französischen Meeresforscher Jacques Cousteau benannt worden waren, und konnten dabei die Artenvielfalt der guadeloupischen Unterwasserwelt beobachten. Außerdem erkundeten sie das Mangrovengebiet der Insel, welches Guadeloupe davor schützt, bei Sturmfluten überschwemmt zu werden.

Während der Zeit des Austauschs wohnten die Europaschüler bei Gastfamilien und konnten so auch die alltäglichen kulturellen Unterschiede der Guadelouper zu uns Europäern erfahren. Dabei stellte sie der fremde Lebensrhythmus zuweilen vor einige Herausforderungen. Eine der größten davon war sicherlich die Kleiderordnung an der Schule, die Sandalen und luftige Shorts verbat. Doch auch wenn es den Jugendlichen in ihren langen Hosen manchmal etwas warm wurde, war es ihnen als Gäste der Schule auch sehr wichtig, die fremden Schulregeln zu respektieren.

Jetzt, im April, begrüßt die Europaschule Dortmund ihre Gäste aus Guadeloupe und stellt ihnen die Kultur und Geschichte Dortmunds und der Region vor. Das Programm, das die Lehrerinnen und die Schülerinnen und Schüler der Europaschule entworfen haben, führt die karibischen Gäste u. a. zu den Dortmunder Denkmälern der Industrie- und Kohlezeit, zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein, aber auch in die Hattinger Altstadt und zur Ruhr.

Der Rücktausch kann auch über den Blog unserer Partnerschule mitverfolgt werden: https://baimbridgedortmund.wordpress.com/

 

 

Wir werden gemeinsam in eine WG ziehen!

 Die Europaschule und das Schauspiel Dortmund gewinnen mit dem gemeinsamen Projekt Eurovision – 

Eure Vision! das Preisgeld von Bildungspartner NRW

Alles begann im Juli 2018, als uns die Sparte Schauspiel des Theater Dortmunds auf eine Ausschreibung von Bildungspartner NRW aufmerksam machte. Damals haben die Schüler*innen noch nicht viel von unserem heutigen Projekt mitbekommen. Denn große Ideen gedeihen zunächst im Kleinen. Bildungspartner NRW warb mit der Kooperation konkret, bei der Schulen und Theater zu dem Thema „HIER ist Europa! Die europäische Idee vor Ort“ ein Projekt einreichen und dafür ein Preisgeld für die Umsetzung des Projektes erhalten sollten. Also setzten sich im Sommer die Theaterpädagoginnen des Dortmunder Theaters Sarah Jasinszczak und Svenja Riechmann mit uns Isabelle Priwitzer, Eva Willecke-Brune und Alexandra Schimanski an einen Tisch und wir entwickelten gemeinsam das Projekt „Eurovision – Eure Vision!“. Wir haben dies im September eingereicht und kurz vor den Herbstferien die Nachricht von Bildungspartner NRW erhalten, dass wir ein Preisgeld von 1.000 € für die Umsetzung unseres Projektes gewonnen haben. Die Jury beeindruckte unser Vorhaben durch den hohen Anteil kreativer Aktivitäten auf Seiten der teilnehmenden Schüler*innen. Bildungspartner NRW schreibt dazu weiter:

In einer Zeit grassierender Europaskepsis werden die Jugendlichen dazu motiviert, in eigener Sprache und eigenen Ausdrucksformen ihre Visionen von der Zukunft Europas in ein Bühnenprogramm zu übertragen. Mehr kann kulturelle Bildung kaum leisten: Nicht nur sammeln die Schülerinnen und Schüler komplexe organisatorische und technische Praxiserfahrungen bei der Produktion eines eigenen kulturellen Beitrages. Indem sie selbst zu Autorinnen und Autoren bzw. Komponistinnen und Komponisten werden, machen sie am klassischen Kulturort Theater die wichtige demokratische Erfahrung, dass kulturelle Teilhabe allen offensteht, Das ist umso verdienstvoller, als die Dortmunder Europaschule und das Theater neben Lernenden aus Darstellen-und Gestalten-Kursen auch Schülerinnen und Schüler der Willkommensklassen für eine Mitwirkung motivieren wollen.

Nach den Sommerferien konnten wir zeitweise unseren Praktikanten Ibrahim Ciftci, der neben Sozialer Arbeit auch TaSK studiert, für unser Projekt gewinnen. Also zogen wir durch die Klassen und Kurse, um Schüler*innen zu gewinnen, die Lust haben mit uns ein Improtheaterstück zu dem Thema Europa auf die Beine zu stellen und in dem auch das Musikstück, das Schüler*innen in unserem Mittagspausenangebot „Wir komponieren auf Französisch“ geschrieben, komponiert, eingespielt und aufgenommen haben, Verwendung finden soll. Die Schülerinnen und Schüler haben sich entschieden, sie wollen eine bunte WG gründen mit verschiedenen Persönlichkeiten und unterschiedlichen Nationalitäten. Bisher haben die Schüler*innen Rollenkarten verfasst und sich mit ihrem Charakter, den sie zu spielen gedenken, bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, den 09.01.2019 den Theaterpädagoginnen vorgestellt. Im Anschluss haben wir eine Führung durchs Theater erhalten und haben an einem Improworkshop teilgenommen.

Der nächste große Meilenstein wird der Besuch der Bildungsmesse didacta in Köln am 20.02.2019 sein. Wir werden dort die Bewerbungsgespräche für die WG-Zimmer durchführen und die didacta-Besucher daran teilhaben lassen...

Austausch mit der karibischen Insel La Guadeloupe

Guadeloupe, ein französisches Überseedepartement, gehört zu einer Inselgruppe der Kleinen Antillen und liegt im Karibischen Meer.  Die Tatsache, dass eine karibische Insel zu Frankreich und damit auch zu Europa gehört, verblüfft viele. Wir wagen das Abenteuer und reisen zu der traumhaften Insel, um den Spuren des UNESCO-Weltkulturerbes zu folgen. Auf der Schmetterlingsinsel, wie Guadeloupe auch genannt wird, werden wir schon von unserer Partnerschule erwartet. Um den Austausch auch von Dortmund aus verfolgen zu können, haben wir einen Blog eingerichtet: https://imaustauschguadeloupeeuropaschule.wordpress.com.

Europaschüler kicken erfolgreich auf dem UNESCO-Cup

Schon seit einigen Jahren gibt es den sogenannten UNESCO-Cup der UNESCO-Schulen im Ruhrgebiet. Zum ersten Mal waren nun auch Schülerinnen und Schüler der Europaschule dabei. Gerade die Mädchen zeigten sich als Fußballerinnen besonders erfolgreich.

Am 10. Oktober fand zum wiederholten Mal der UNESCO-Fußball-Cup der UNESCO-Schulen des Ruhrgebiets statt. Zum ersten Mal stellte auch die Europaschule mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 6a und 6b drei Fußballmannschaften, die an der Käthe-Kollwitz-Schule in Recklinghausen um den UNESCO-Pokal und um Medaillen kämpften. Je eine Jungen- und eine Mädchenmannschaft kickten gegen die anderen Schulen, um für ihre Schule den begehrten Wanderpokal mit nach Hause zu nehmen. Eine weitere Jungenmannschaft spielte in sogenannten „interschulischen“ Teams. Das sind Mannschaften, die aus Spielern verschiedener Schulen zusammengesetzt sind. Gerade für diese Spieler stellte sich die Herausforderung, mit ihnen unbekannten Spielern eine erfolgreiche Mannschaft zu bilden: Kommunikationsfähigkeit, Professionalität, Flexibilität und vor allem Teamfähigkeit waren hier besonders gefragt.

Der Anstoß erfolgte um 10 Uhr auf dem großen Schulhof der Käthe-Kollwitz-Schule und um etwa 13:30 standen die erfolgreichen Teams und SchülerInnen fest. In kurzen, aber intensiven 4 Minuten-Spielen spielten die Mannschaften - ohne Torwart - auf einem Street-Soccer-Feld, das u.a. vom BVB- Fanprojekt organisiert worden war. Dabei war vor allem das Mädchen-Team der Europaschule überlegen und zeigte sich als bestes Mädchen-Team aller Schulen in diesem Turnier.

Insgesamt reichte es für die Europaschule zu einem ehrenvollen fünften Platz, wobei die Jungen des interschulischen Teams für ihre besonderen Leistungen je mit einer Medaille geehrt wurden.

Besondere Freude hatte wohl ein Schüler der Europaschule, der an diesem Tag Geburtstag hatte. Statt zur Schule zu müssen, konnte er bei sonnigen 25 Grad an einem Fußballturnier teilnehmen und noch eine Medaille mitnehmen. Happy Birthday! Auch im nächsten Jahr soll wieder der UNESCO-Cup starten und die Europaschule wird wieder mit dabei sein.

Europaschule Dortmund arbeitet mit UNESCO zusammen

Die Europaschule Dortmund erhielt im letzten Schuljahr den Status als „UNESCO Interessierte Schule“. Diese Schulen arbeiten daran mit, die Werte, die durch die UNESCO vertreten werden, in ihrem Schulalltag durch Projekte und fächerübergreifendes Arbeiten an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. 

Viele Projekte an unserer Schule, wie z.B. das Solarrennen, die Schülerfirma oder das Helplight-Projekt, spiegeln die konkrete Umsetzung des UNESCO-Gedankens wieder. Diese werden von engagierten Lehrerinnen und Lehrern betreut oder sind teilweise dauerhaft in unserem Lehrplan verankert. 

Die Homepage der UNESCO (www.unesco.de) stellt die Inhalte ihres Programms vor und bietet Einblicke in ihre Arbeit und Konzepte. Viele UNESCO-Projekte der Europaschule sind auf unserer Homepage zu finden.

Nachhaltigkeit in der Schulküche

Das Fach Hauswirtschaft befasst sich in der Theorie mit einer Vielzahl von

nachhaltigen Themen: Wegwerfen von Nahrungsmitteln, Plastikmüll beim Einkauf, „faire“ Lebensmittel, „Ökologischer Fußabdruck“ ...

Das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit ist oft da, aber es scheitert an der Umsetzung.

Als einen ersten kleinen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit setzt die Fachschaft Hauswirtschaft daher ab dem neuen Schuljahr nur noch ökologische Spül-, Wasch- und Reinigungsmittel im Unterricht ein. Diese basieren weitgehend auf pflanzlichen Rohstoffen, die biologisch schnell abbaubar sind. Darüber hinaus soll natürlich auch ein sparsamer Umgang mit diesen Mitteln angestrebt und darauf geachtet werden, dass weniger Verpackungsmüll anfällt. So wird z. B. in Karton verpackte Stückseife an Stelle von Flüssigseife in Plastikflaschen eingesetzt.

Vielleicht können wir sogar zukünftig im Unterricht das eine oder andere Produkt selbst herstellen...

Carsten Scheer, Jörg Röhmer und Claudia Schmidt