Fair Class

Die Klasse 6D der Europaschule Dortmund ist nicht nur Inklusionsklasse, sondern auch die einzige “fair class“ an der Europaschule. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich in besonderem Maße mit dem Thema “Fair sein“ und “Fairtrade“ auseinander.

Bereits in der fünften Klasse haben die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Definition einer fairen Klasse formuliert und diese auch im Klassenraum mit der eigenen Unterschrift visualisiert. Die Leitgedanken einer fairen Klasse, wie z. B. das faire und friedvolle Miteinander, das Füreinander da sein, das aufmerksame Zuhören, das gegenseitige Respektieren uvm. wird im Schulalltag gelebt.

Zudem wird in jedem Schulhalbjahr auch mindestens ein Projekt durchgeführt, welches sich mit dem fairen Handel beschäftigt. Im Rahmen eines fairen Frühstücks haben die Schülerinnen und Schüler den fairen Handel sowie fair gehandelte Produkte kennengelernt, nachdem sie sich im Vorfeld mit Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit auf der Welt sowie mit der Kinderarbeit auseinandergesetzt haben. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler im Sinne der Nachhaltigkeit auf neue „Wichtelgeschenke“ zu Weihnachten verzichtet und im Sinne einer “give-box“ sowohl eigene, schöne Dinge weiterverschenkt, als auch Flüchtlingskindern eine Spende überreicht, zum Finanzieren von Spielzeug.

Außerdem haben die Schülerinnen und Schüler die Messe “Fair Friends“ in Dortmund besucht und hatten dort die Gelegenheit, die Verkaufsstände und Produkte von jenen Produzenten des fairen Handels zu erkunden, die zuvor die Europaschule besucht haben.  

Projekt: „Wegwerfen von Lebensmitteln“

Im Januar haben sich die Schülerinnen und Schüler der Hauswirtschaftskurse 10 A und 10 C mit dem Problem des Wegwerfens von Lebensmitteln auseinandergesetzt. Das vierstündige Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Herrn Mahlich von der Verbraucherzentrale Dortmund durchgeführt.

In einem zweistündigen Input erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur Daten und Fakten zum Thema, sondern erfuhren auch spielerisch, dass es auf jeden von uns ankommt, wenn es darum geht, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Darüber hinaus lernten die Schülerinnen und Schüler, wie Lebensmittel im Haushalt sachgerecht gelagert werden, um ein vorzeitiges Verderben zu verhindern. Auch wichtige Begriffe wie Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum wurden geklärt.

Dann wurde es spannend, denn die Schülerinnen und Schüler erhielten die Aufgabe eine Fotostory zu produzieren, die auf das Problem der Lebensmittel-verschwendung hinweisen soll. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Emma, Aylin, Franziska und Annika aus der 10 A haben sogar einen kleinen Film zum Thema produziert. Alle Ergebnisse können hier auf der Homepage angesehen werden!

Claudia Schmidt
(Fachlehrerin Hauswirtschaft) 

Faire Grundnahrungsmittel probieren

      
      

 

Mit dem Hauswirtschaftskurs der 10 C starteten wir am 25.11.16 ein kleines Projekt. Wir hatten uns in den Stunden zuvor mit dem Thema „Fair Trade“ beschäftigt. Deswegen beschlossen wir, einmal die Grundnahrungsmittel aus den betreffenden Ländern, in denen faire Produkte hergestellt werden, auszuprobieren.

Jede unserer vier Kochgruppen suchte sich ein bestimmtes Nahrungsmittel aus und wählte ein passendes Rezept dazu. Zur Auswahl standen Kichererbsen, Rote Linsen, Bulgur und Quinoa – natürlich auch fair gehandelt.

Bevor wir diese Grundnahrungsmittel zu Gerichten verarbeiteten, hielten wir noch kleine Vorträge über den Anbau, Nährwert und die Verarbeitung dieser Produkte.

Nach dem Kochen setzten wir uns zusammen an einen Tisch, so dass alle von den verschiedenen Gerichten probieren konnten. Es gab eine Gemüsepfanne mit Kichererbsen, Quinoa-Bällchen mit Tomatensoße, Hähnchen-Chili mit Roten Linsen und Bulgur-Bratlinge als Füllung für Hamburger.

Wir hatten sehr viel Spaß daran, die leckeren exotischen Gerichte zu probieren.

Johanna Kulms Klasse 10 C

Fairtrade-Schools Fachtagung 2016

Die alljährliche Veranstaltung, organisiert durch Transfair Deutschland, fand diesmal am 21. April 2016 im Hansa-Berufskolleg im schönen Münster statt. Über 120 engagierte Schülerinnen und Schüler waren mit ihren Lehrern und Lehrerinnen gekommen, um sich über den Fairen Handel auszutauschen und Anregungen zu erhalten. Auf der Tagesordnung standen Vorträge, Workshops und eine Informationsplattform. Durch das vielfältige Angebot erhielten die geladenen Schulteams viele Impulse, wie sich das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus von Unterricht und Schulleben rücken lässt.

Die vielseitigen Workshops waren nicht nur informativ, sondern haben auch richtig Spaß gemacht. So konnten wir den Sozialarbeiter José Luis Casuso kennenlernen, der einen spannenden Vortrag über seine Reise durch Asien und Lateinamerika hielt. Auf seiner Reise besuchte er Fairtrade-Produzenten und erlebte die großen positiven Auswirkungen, die durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten für die Menschen dort erreicht werden. Durch den Verkauf ihrer Fairtrade-Produkte wurden z.B. der Bau einer Apotheke, der Ausbau einer Zahnarztpraxis in den Dörfern der Fairtrade-Produzenten und noch vieles mehr möglich gemacht. Dabei wurde uns noch einmal richtig deutlich, wie viel wir mit Fairtrade-Produkten erreichen können.

Die Fachtagung verließen wir mit neuen Ideen und viel Motivation.

Fairtrade Schools wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie Engagement Global gefördert. Die Schirmherrschaft hat Sylvia Löhrmann, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, übernommen.

Heidrun Riedel

"Fair Trade" - Projekttag

„Fair Trade“ – Projekttag zur Vorstellung unserer schulischen Aktivitäten vor großem Publikum

„Zeigen, was wir können“, „Fair Trade“-Schule stellte sich internationalen Gästen vor“, so titelten die Dortmunder Lokalzeitungen am 31.08.2016.

Das haben wir wirklich geschafft, und zwar mit ganz kurzer Vorbereitungszeit.

In den Sommerferien erhielten wir die Anfrage der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), ob wir unsere „Fair Trade“-Schule am 29.08.2016 einer internationalen Produzentengruppe vorstellen könnten. Diese Unternehmensvertreter aus verschiedensten Ländern Afrikas, Asiens sowie Mittel- und Südamerikas waren im Rahmen des Projekts „Fair 2016 – Fair Trade Cooperation for Sustainable Consumption“ (Förderung von fairen Handelskooperationen für nachhaltigen Konsum) zur Vorstellung ihrer Projekte zur „Fair Friends“-Messe in Dortmund geladen. Die Staatskanzlei NRW fördert dieses Engagement.

Wir sollten nun also die Aktivitäten unserer Schule vorstellen und mit den Gästen ins Gespräch kommen.

Sechs Tage vor der Veranstaltung haben wir mit den Vorbereitungen begonnen und konnten dank unserer zahlreichen bereits vorhandenen Schüler-Gruppen eine großartige Veranstaltung auf die Beine stellen.

Es sollte keine Diskussionsveranstaltung werden, sondern ein spannendes Treffen mit Bewegung und verschiedensten Möglichkeiten zur Begegnung – im Sinne eines „Speed Dating“.

Wir präsentierten sechs Stationen, die jeweils von unseren erfahrenen Schülergruppen betreut wurden:

  • ein für den Tag selbst geschriebenes englisches Rollenspiel unserer „Fairen Klasse“ im 6. Jg. (Frau Tallen, Frau Schupet)
  • der Schokoladen-Workshop mit fairen Produkten mit Schülerinnen aus dem EGS-Kurs „Ernährung und Gesellschaft“ (Frau Schmidt)
  • unser Agendastand mit fairen Produkten versorgt von Mitgliedern der Schülerfirma (Frau Riedel)
  • das Helplight-Projekt vorgestellt von Teilnehmerinnen und-teilnehmern der Technik-Kurse von Herrn Schürmann (Frau Willeke-Brune)
  • die Interview-Gruppe, die Gespräche mit den ausländischen Gästen in Englisch und Spanisch führte und diese aufzeichnete. Hier hatten wir große Unterstützung von unseren OberstufenschülerInnen (Frau Möller und Frau Neise)
  • unser Erasmus-Film, an dem wir das derzeitige Erasmus-Projekt „Fair Trade for a fair Future“ eindrucksvoll darstellen konnten (Frau Poel)

Ohne die Hilfe unserer „Erasmus-Schülerinnen und – schüler der Jahrgänge 8 – 11 hätten wir die Organisation kaum leisten können. Sie waren Ansprechpartner und „Guides“ für unsere 30 Gäste.

Wir blicken auf einen spannenden Tag zurück, der mit Begrüßungen durch unseren Schulleiter, Herr Girrulat, und die Didaktische Leiterin Frau Parker begann und mit einem gemeinsamen Mittagessen aller Beteiligten endete. Hierbei erfuhren wir Unterstützung durch den Caterer „Rebional“ und den Mensavereinsvorsitzenden Herrn Lorf.

Neben der Vorstellung unserer bereits vorhandenen Aktivitäten zum Aufbau einer gerechten Welt haben wir aber auch viel von unseren Gästen gelernt.

Im bereits genannten Artikel werden zwei Schüler des 12. Jahrgangs zitiert:

„Ich finde es klasse, dass wir hier mit Händlern aus so fernen Ländern zusammenkommen“, sagt Rushan Rechid. „So lernt man noch mehr über die Arbeitsverhältnisse vor Ort“. Sophia Strobel ergänzt: „ Das führt uns die Wichtigkeit unserer Projekte hier an der Schule noch konkreter vor Augen. Ich will, dass die Menschen von ihrer Arbeit leben können, nicht ausgebeutet werden. Irgendwie ist das jetzt alles noch realer für mich.“

Eva Willeke-Brune

 

Ruhrgebiet erneut als Faire Metropole ausgezeichnet

Unter der Überschrift „Faire Metropole Ruhr“ war und ist es das Ziel, dass sich alle Gemeinden, Städte und Kreise des Ruhrgebiets auf den Weg machen, Fairtrade-Städte, -Gemeinden und -Kreise zu werden. Die kontinuierliche entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Eine Welt Zentren und Gruppen, Kampagnen, wie „Der Pott kocht fair“, die Messe Fair Trade & Friends, der Kaffeegarten Ruhr, das Netzwerk der Färbergärten u.a.m. bilden dafür eine solide Basis.

2013 wurde das Ruhrgebiet als erste Großregion weltweit mit dem Titel „Faire Metropole“ ausgezeichnet. Am Donnerstag, 19. November 2015, wurde der Titel bestätigt. Bei der Feier der Titelerneuerung im Sitzungssaal des Ruhrparlaments beim Regionalverband Ruhr in Essen erhielten 30 Kommunen, ein Kreis, der RVR und das Netzwerk Faire Metropole Ruhr erneut ihre Auszeichnungsurkunden. Dieter Overath, Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland, lobte das besondere Engagement im Revier für Fairen Handel und weltweite Gerechtigkeit.

Eine-Welt-Familien-Tag im Dortmunder Westfalenpark

Unter dem Motto „Fairstehen - Fairbessern – Fairbinden“ fand am Sonntag, den 31.05.2015, im Westfalenpark Dortmund der erste Eine-Welt-Familientag statt.

In der Zeit von 11 bis 18 Uhr konnten Besucherinnen und Besucher alles rund um die Themen Fairer Handel, Klima- und Ressourcenschutz sowie Ernährung entdecken und erleben. Zahlreiche Mitmachaktionen warten auf sie. Wir boten einen Upcycling - Workshop an. Aus alten Tetra-Packs bastelten wir Portemonnaies und aus alten Kalenderblättern falteten wir Kästchen in unterschiedlichen Größen. Wir hatten viel zu tun. Kinder wie Erwachsene kamen zu uns an den Stand und bastelten mit. Andere Schüler aus dem Agenda 21-Kurs verkauften Rosen, Kaffee, Tee, Schokolade und viele andere fair gehandelte Lebensmittel. Der Familientag war sehr schön und inspirierend. Wir hatten viel Spaß und einen wirklich tollen Tag.

Luna Kl. 8 – Agenda21-Kurs

Knallgelber Oldtimer-Schulbus stoppt an der Europaschule Dortmund

Am 24.09.2014 hielt der Banana-Truck an unserer Schule.

Der knallgelbe amerikanische Oldtimer-Schulbus war die Attraktion in der Frühstückspause. Um auf die bevorstehende Aktion aufmerksam zu machen, bastelte der Agenda-Kurs des 10. Jahrgangs Bananen-Pinatas. Diese wurden dann einige Tage vorher am Eingang der Schule und am Vertretungsplan aufgehängt.

Am 24.09.2014 mixten die Agenda-Schülerinnen und -schüler aus 25 kg fair gehandelter Bananen und 20 Liter Milch Bananen-Shakes, die in der Frühstückspause kostenlos verteilt wurden. Der Shake kam sehr gut bei Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern an, er schmeckte allen. Der Banana-Truck verteilte fair gehandelte Bananen.

Durch diese Aktion sollte gezeigt werden, dass die Bananenbauern zu wenig Lohn für ihre Arbeit bekommen und ihre Familien nicht ernähren können. Durch fair gehandelte Bananen können wir helfen, dass die Bauern einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen.

Alina Wortmann (Klasse 10a) und Heidrun Riedel